Corona-Krise: Steuerliche H... / 5 Zusammenfassung und Ausblick

Abschließend lässt sich festhalten, dass sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zeitnah zahlreiche Maßnahmen ins Leben gerufen wurden, was grundsätzlich positiv zu werten ist. Darüber hinaus können natürlich auch bereits bestehende Regelungen unterstützend in Anspruch genommen werden.[1] Aufgrund der Umsetzung über so viele unterschiedliche Veröffentlichungskanäle, wie bspw. EU-Beschlüsse und -Verordnungen, Gesetze, Verwaltungsanweisungen sowie zum Teil nicht rechtsverbindliche FAQs des BMF, wurde die Suche nach Neuerungen jedoch schon fast zu einem eigenen Aufgabenfeld.

Zudem lässt sich – auch wenn dies ex post natürlich immer leichter ist – konstatieren, dass einzelne Maßnahmen das angestrebte Ziel bei weitem nicht erreichen konnten. Hier sei lediglich exemplarisch auf den unverhältnismäßigen Mehraufwand und das Risiko der Unternehmen im Zusammenhang mit der auf das zweite Halbjahr 2020 befristeten Umsatzsteuersatzsenkung hingewiesen.

Auch wenn wir in hoffentlich absehbarer Zeit wieder in eine Art "Normalität" zurückkehren dürfen, werden uns die Nachwirkungen und insbesondere die Frage nach der Finanzierung der Hilfspakete voraussichtlich noch lange begleiten. Bei all den aktuellen und zukünftigen Überlegungen sollte die Maxime, "den Unternehmensstandort Deutschland langfristig wettbewerbsfähig zu halten"[72], nie aus den Augen verloren werden.

[1] Dazu zählen bspw. die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale (§ 3 Nr. 26, 26a EStG), die auch von freiwilligen Helfern der Impf- und Testzentren in Anspruch genommen werden können. Beide Pauschalen wurden ab dem Jahr 2021 unbefristet auf 3.000 bzw. 840 EUR erhöht.
[72] Haas/Wünnemann, Ubg 2020, S. 189.

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