eBay: Abgrenzung zwischen p... / Zusammenfassung
 
Überblick

Auktionen über eBay erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Das Angebot ist riesig und bei Millionen eBay-Mitgliedern findet sich oftmals selbst für scheinbar unverkäufliche Gegenstände ein Käufer. Und genau das ist der Grund, warum nach wie vor viele Privatleute auf das Erfolgsmodell eBay aufspringen. Und genau hier beginnen die Probleme. Denn sobald eine Hausfrau, ein Rentner, ein Arbeitsloser oder ein Student nach Auffassung des Finanzamts zu aktiv über eBay handelt, möchte auch das Finanzamt mitverdienen.

 
Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

In zwei wegweisenden Urteilen wurde klargestellt, wann eBay-Auktionen umsatzsteuerlich noch der steuerlich unbeachtlichen Privatsphäre zuzuordnen sind und wann das Finanzamt das Handeln als gewerblich einstuft (BFH, Urteil v. 26.4.2012, V R 2/11, BStBl 2012 II S. 634 und BFH, Urteil v. 12.8.2015, XI R 43/13). Doch wie kommt das Finanzamt gewerblichen Händlern eigentlich auf die Spur, die bislang nur als privates eBay-Mitglied erfasst sind? Ganz einfach: Der Bundesfinanzhof hat es den Finanzämtern gestattet, Sammelauskunftsersuchen an eBay zu stellen, selbst wenn die eBay-Kundendaten im Eigentum einer Service-Firma in Luxemburg stehen (BFH, Urteil v. 16.5.2013, II R 15/12, BFH/NV 2013 S. 1277). Ist die Gewerblichkeit nicht mehr wegzudiskutieren, muss der Gewinn ermittelt werden. Das Problem: Es liegen oftmals keine Einkaufsrechnungen für die versteigerten Gegenstände vor. Kein Problem! Nach einem Urteil des FG Hessen dürfen die Betriebsausgaben mit 60 % geschätzt werden (Hessisches FG, Urteil v. 19.7.2018, 2 K 1835/16). Das letzte Wort hat hier aber der Bundesfinanzhof in einem Revisionsverfahren (Az beim BFH X R 26/18).

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