Verluste bei der Einkommens... / 5.2.3 Erklärung zur Feststellung eines verbleibenden Verlustabzugs

Ein verbleibender Verlustabzug kann zum Zweck der gesonderten Feststellung erklärt werden. Eine solche Erklärung ist nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck abzugeben.[1] Der für die Einkommensteuererklärung vorgesehene Vordruck ist zugleich Vordruck für eine Erklärung des verbleibenden Verlustvortrags. Die Erklärung muss alle für die Ermittlung erforderlichen Angaben enthalten.

Arbeitnehmer, die nicht aus anderen Gründen zur Einkommensteuer veranlagt werden, müssen die Berücksichtigung eines Verlustabzugs besonders beantragen.[2] Verluste können nur im VZ ihrer Entstehung festgestellt werden. Ein nicht festgestellter verbleibender Verlustvortrag kann nicht in einem späteren VZ geltend gemacht werden.[3]

Die Bindungswirkung des § 10d Abs. 4 Satz 4 und 5 EStG gilt nicht, wenn anstelle einer Erklärung ein Antrag auf Änderung eines bestandskräftigen Verlustfeststellungsbescheids abgegeben wird.[4]

 
Hinweis

Aussetzung der Vollziehung bei Ablehnung eines Feststellungsbescheids

Lehnt das Finanzamt die Feststellung eines verbleibenden Verlustvortrags ab[5], z. B. weil es Aufwendungen für die Berufsausbildung oder für ein Studium als Betriebsausgaben oder Werbungskosten nicht anerkannt hat, dies vom Steuerpflichtigen aber im Wege des Rechtsbehelfsverfahrens angefochten wird, hat es auf Antrag die Vollziehung entsprechend auszusetzen, wenn erkennbar ist, dass sich eine Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags in den Folgejahren steuerlich auswirken würde. Betroffen sind Feststellungszeitpunkte nach dem 31.12.2013.[6]

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