Geschenke als Sachbezüge: steuerfreie Freigrenze

Jeweils monatlich kommt eine Gewährung kleinerer Geschenke im Rahmen der steuerfreien 44-Euro-Grenze in Betracht.

Die Sachbezugsfreigrenze gilt jedoch nur für Sachbezüge und nicht für das Geld. Hier sind seit 2020 verschärfte Voraussetzungen zu beachten (§ 8 Abs. 1 EStG). Zu den Einnahmen in Geld gehören neuerdings auch zweckgebundene Geldleistungen und nachträgliche Kostenerstattungen.

Weiterhin begünstigt sind Gutscheine und Geldkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen. Schädlich ist eine Verwendungsmöglichkeit im unbaren Zahlungsverkehr und/oder eine Auszahlungsmöglichkeit.

Als weitere Voraussetzung dürfen Gutscheine nur bei einem begrenzten Kreis von Akzeptanzstellen im Inland einlösbar sein und/oder müssen auf eine begrenzte Produktpalette beschränkt sein.

Nichtbeanstandungsregelung bis Ende 2021

Nach langen Diskussionen gibt es zu dieser Einschränkung inzwischen eine Übergangsregelung. Bis Ende 2021 werden auch Gutscheine mit unbegrenzten Einlösungsmöglichkeiten weiterhin als Sachbezug anerkannt ( BMF, Schreiben v. 13.4.2021, IV C 5 - S 2334/19/10007 :002; DOK 2021/0370565, Randziffer 30). 

Ab 2022 gilt dann nicht nur die vorstehende Verschärfung, sondern es erfolgt als Verbesserung gleichzeitig eine Anhebung der Sachbezugsfreigrenze auf 50 Euro. 

Wichtig: zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn

Gutscheine und Geldkarten fallen im Übrigen ab 2020 nur noch dann unter die 44-Euro-Freigrenze, wenn sie vom Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG). 

Weitere Einzelheiten erfahren Sie in unserem Beitrag "Neuerungen ab 2020 und ab 2022 bei Sachbezügen und der 44-Euro-Grenze".