Die Kalkulation der Verwalt... / 3.2 Leistungskatalog

Diese Form wird in Verbindung mit der pauschalen oder der mietabhängigen Vergütung gewählt. Nicht immer ist es ausreichend, eine Gebührengestaltung nur nach dem Pauschal- oder Prozentsatz zu vereinbaren. Aufgaben, die sich über das normale Maß hinaus bewegen, lassen sich besser über einen Leistungskatalog erfassen als über eine erhöhte Pauschalgebühr.

 
Praxis-Beispiel

Beispiel:

In einer Wohnanlage besteht ein erheblicher Instandhaltungsstau. Der Verwalter kalkuliert deshalb die Gebühr vorsorglich statt mit 28 DM pro Monat und Einheit mit 31 DM. Der erhöhte Preis ist auf dem Markt schwer durchsetzbar und dem Auftraggeber ist oft schwer zu vermitteln, warum gerade um dieses Maß erhöht wurde. Der Verwalter würde besser die niedrige Gebühr belassen und die zusätzliche Arbeit im Fall einer Renovierung gesondert berechnen, z.B. durch einen entsprechenden Prozentsatz aus der jeweiligen Reparaturrechnung. Um nicht die laufenden Reparaturen mit zu erfassen, sollte diese zusätzliche Leistungsvergütung erst ab einer bestimmten Rechnungshöhe greifen.

 
Praxis-Beispiel

Beispiele für gesonderte Leistungsvergütung

Mietverwaltung:

Je Mietvertragsabschluss ___ DM

Je Wohnungsbesichtigung ___ DM

Stundenvergütung bei rechtlichen Auseinandersetzungen von ___ DM

X % aus jeder Reparaturmaßnahme ab einem Netto-/Bruttorechnungsbetrag von ___ DM

WE-Verwaltung:

Je Eigentümerversammlung ___ DM

(evtl. pro angefangener Stunde

+ Anfahrt und Abfahrt)

Verwalterzustimmung beim Wohnungsverkauf ___ DM

X % aus jeder Reparaturmaßnahme ab einem Netto-/Bruttorechnungsbetrag von ___DM

Beachte:

Der Leistungskatalog darf nicht zu sehr differenziert werden (für jede Abrechnung … DM, für jede Kopie … DM, für jede Wohnungsabnahme und -übergabe … DM, für jedes Mahnschreiben usw.). Er findet dort seine Begrenzung, wo der Organisationsaufwand zu hoch wird.

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