Bewertung lohn- und einkomm... / 3.1 Berücksichtigung über Steuerklasse II

Alleinerziehenden wird ab dem Veranlagungszeitraum 2020 für das erste Kind ein Steuerentlastungsbetrag von 4.008 EUR (vorher: 1.908 EUR) pro Jahr gewährt.[1] Der Freibetrag für das erste Kind (Lohnsteuerabzugsmerkmal) wird im Lohnsteuerabzugsverfahren durch die Steuerklasse II berücksichtigt.[2]

Höherer Entlastungsbetrag aufgrund Corona-Krise im Ermäßigungsverfahren

Der Grund-Entlastungsbetrag von 1.908 EUR erhöht(e) sich für die Kalenderjahre 2020 und 2021 aufgrund der COVID-19-Pandemie jeweils um 2.100 EUR, beträgt somit also 4.008 EUR.[3] Der Erhöhungsbetrag für die Kalenderjahre 2020 und 2021 kann über einen Freibetrag geltend gemacht werden.[4]

Erhöhungsbetrag für weitere Kinder im Ermäßigungsverfahren

Für jedes weitere Kind[5] erhöht sich der Entlastungsbetrag um 240 EUR jährlich.[6] Dieser Erhöhungsbetrag für das zweite und jedes weitere Kind wird nicht automatisch in der Steuerklasse II berücksichtigt. Der Erhöhungsbetrag für weitere Kinder kann im Lohnsteuerabzugsverfahren nur durch die Bildung eines Freibetrags geltend gemacht werden. Der Antrag auf Bildung eines Freibetrags ist abhängig von der Anzahl der weiteren im Haushalt des Steuerpflichtigen lebenden Kinder. Der Antrag muss beim Wohnsitzfinanzamt gestellt werden und wird dann bei den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen berücksichtigt.

Beurteilung der Beitragspflicht

Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende hat keinen Einfluss auf die Höhe des zur Sozialversicherung beitragspflichtigen Arbeitsentgelts. Bei der Entgeltabrechnung ist auf das volle Bruttoarbeitsentgelt i. S. d. § 14 SGB IV abzustellen.

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