Minijob: Geringfügig entloh... / 2.1.2 Ruhendes Beschäftigungsverhältnis

Einmalzahlungen sind bei der Ermittlung des Arbeitsentgelts nur insoweit zu berücksichtigen, als sie aus der zu beurteilenden Beschäftigung resultieren. Werden hingegen einmalige Einnahmen aus ruhenden Beschäftigungsverhältnissen gezahlt, bleiben sie außer Betracht (z. B. bei Wehrdienst oder Elternzeit).

 
Praxis-Beispiel

Keine Anrechnung von Einmalzahlungen aus ruhender Beschäftigung

Eine Verkäuferin nimmt im Anschluss an die Mutterschutzfrist ab 13.4. Elternzeit in Anspruch. Gleichzeitig nimmt sie beim selben Arbeitgeber eine Stelle als Raumpflegerin mit einem monatlichen Arbeitsentgelt von 410 EUR auf. Im Dezember erhält sie ein vertraglich zugesichertes Weihnachtsgeld in Höhe eines Monatslohns. Außerdem erhält sie im Juni einmalig ein Urlaubsgeld aus der ruhenden Hauptbeschäftigung in Höhe von 600 EUR.

Maßgebendes Arbeitsentgelt ab 13.4.:

Ergebnis:

 
Laufendes Arbeitsentgelt (410 EUR × 12) = 4.920 EUR
Weihnachtsgeld 410 EUR
Insgesamt 5.330 EUR

1/12 von 5.330 EUR sind 444,17 EUR; die Einmalzahlung von 600 EUR resultiert nicht aus dem Minijob und wird daher nicht angerechnet. Somit wird die 450-EUR-Grenze nicht überschritten. Als Raumpflegerin ist die Mitarbeiterin versicherungsfrei in der Arbeitslosen- und Krankenversicherung und nicht versicherungspflichtig in der Pflegeversicherung. In der Rentenversicherung besteht grundsätzlich Versicherungspflicht, sofern kein Befreiungsantrag gestellt wurde.

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