Schüler / 3 Kurzfristige Beschäftigungen

Kurzfristige Beschäftigungen sind versicherungsfrei, wenn sie von vornherein zeitlich befristet und nicht berufsmäßig ausgeübt werden. Die Beschäftigung der Schüler darf auf nicht mehr als 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage befristet sein. In der Zeit vom 1.3.2021 bis 31.10.2021 darf die Beschäftigung sogar auf längstens 4 Monate oder 102 Arbeitstage befristet sein.[1]

Werden kurzfristige Beschäftigungen zwischen

  • dem Ende der Schulausbildung und einer Beschäftigung (ggf. Berufsausbildung) oder
  • der Ableistung eines freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres bzw. eines Bundesfreiwilligendienstes

ausgeübt, sind sie immer als berufsmäßige Beschäftigungen anzusehen. Daher sind sie stets versicherungspflichtig in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, soweit das monatliche Arbeitsentgelt 450 EUR übersteigt. Wird die Beschäftigung für einen kürzeren Zeitraum als einen Monat ausgeübt, ist im jeweiligen Monat dennoch keine anteilige Entgeltgrenze, sondern der monatliche Grenzbetrag von 450 EUR anzusetzen.[2]

 
Hinweis

Kurzfristige Beschäftigung zwischen Schulabschluss und Studium

Eine kurzfristige Beschäftigung zwischen Schulabschluss und beabsichtigter Fachschulausbildung oder beabsichtigtem Studium ist von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung und daher nicht als berufsmäßig anzusehen. Sie ist damit versicherungsfrei.[3]

[1] Für die Bewertung von kurzfristigen Beschäftigungen, die vor dem 1.6.2021 aufgenommen wurden, gelten besondere Regelungen. S.Kurzfristige Beschäftigung.

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