Urlaub im Tarifvertrag
 

Leitsatz

In Tarifverträgen wird grundsätzlich die regelmäßige Arbeitszeit sowie die Anzahl von Urlaubstagen festgelegt. Arbeitet ein Arbeitnehmer an 5 Tagen in der Woche und steht ihm ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen zu, hat der Arbeitnehmer bei Herabsetzung der Arbeitszeit nur einen verminderten Urlaubsanspruch. Wird von der regelmäßigen Arbeitszeit abgewichen, muß nun die maßgebliche Anzahl von Urlaubstagen ermittelt werden. Dazu ist die unterschiedliche Anzahl der Tage mit Arbeitspflicht pro Kalenderwoche mit der Anzahl der Urlaubstage zueinander ins Verhältnis zu setzen .

Beispiel: Der tarifliche Urlaubsanspruch beträgt 30 Tage bei einer 5-Tage-Woche. Der Arbeitnehmer reduziert auf eine 3-Tage-Woche: 30 : 5 × 3 = 18. Der Arbeitnehmer hat nunmehr einen Urlaubsanspruch von 18 Tagen.

 

Link zur Entscheidung

BAG, Urteil vom 08.09.1998, 9 AZR 161/97

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