Ranking der Financial Times zum Vollzeit-MBA

Das "Global MBA Ranking" der Financial Times zum Master of Business Administration gilt in der Szene als eines der wichtigsten Rankings überhaupt. Aufgrund der Coronakrise büßt die Rangliste von 2021 an Aussagekraft ein. An der Spitze befindet sich mit dem Insead eine Business School, die diesen Rang schon vor der Pandemie zweimal innehatte.

Die Insead Business School führt 2021 zum insgesamt dritten Mal das in der Szene wohl bedeutendste Ranking zum Vollzeit-MBA an. Bereits 2016 und 2017 belegte die 1957 gegründete private Wirtschaftshochschule aus dem französischen Fontainebleau den Spitzenplatz in der Bestenliste der Financial Times. Nun hat die Insead Business School, die auch Studienstandorte in Singapur und Abu Dhabi unterhält, diesen zurückerobert. Zum ersten Mal in der Geschichte des Vollzeit-MBA-Rankings der Financial Times kommen drei der fünf bestplatzierten Business Schools aus Europa: neben dem Insead die London Business School (2.) sowie die IESE Business School (4.).

MBA-Ranking der Financial Times: Top Business Schools setzen aus

Das Ranking hat 2021 jedoch nicht die Aussagekraft wie in den Vorjahren. Einige der renommiertesten Business Schools haben mit ihrer Teilnahme am "Global MBA Ranking 2021" ausgesetzt - darunter die drei bestplatzierten Schulen von 2020: Harvard, Wharton und Stanford. Beim Ranking der Financial Times fiel die Absage der Business Schools zwar nicht so gravierend aus wie bei der Vollzeit-MBA-Rangliste von The Economist. Dennoch verzichteten auch hier insgesamt neun Schulen auf ihre Teilnahme, darunter neben Harvard, Wharton und Stanford zwei weitere der sieben einflussreichsten Wirtschaftshochschulen der Welt (M7): die MIT Sloan School of Management sowie die Columbia Business School.

GMAC zweifelt an Aussagekraft von MBA-Rankings in der Coronakrise

Laut dem MBA-Onlineportal Poets & Quants folgten diese Wirtschaftshochschulen dem Aufruf des Graduate Management Admission Councils (GMAC), einem Zusammenschluss führender Business Schools. Dieser hatte zusammen mit zwei weiteren Akkreditierungsgesellschaften im April 2020 die Hochschulen dazu aufgerufen, ihre Informationen, anhand derer die Rankings erstellt werden, aufgrund der Coronapandemie zurückzuhalten und dadurch mit der Teilnahme an sämtlichen MBA-Rankings auszusetzen. Zu groß sei die pandemiebedingte Zerrüttung des MBA-Marktes und im Umkehrschluss zu gering die Aussagekraft der Ranglisten. Offensichtlich kamen jedoch bei weitem nicht alle Business Schools der Bitte der Kommission nach, auf eine Teilnahme zu verzichten – zu wichtig scheint eine Auflistung und eine gute Platzierung im Kampf um die Studierenden, gerade was das angesehene Ranking der Financial Times angeht.

FT-Ranking: die besten Business Schools der Welt und deutsche Schulen

Aus Deutschland sind wie bereits 2020 drei Business Schools im Ranking vertreten: Die WHU Business School aus Vallendar macht zehn Plätze gut und erreicht Rang 54. Die Mannheim Business School macht den größten Sprung unter den deutschen Schulen und belegt nach dem 71. Platz im Jahr 2020 nun den 58. Rang. Ebenfalls im Ranking vertreten ist die ESMT Berlin auf Platz 80.
 

PlatzBusiness SchoolVergleich zu 2020
1.Insead (u.a. Frankreich)+3
2.London Business School (UK)+5
3.Booth (University of Chicago; USA)+7
4.IESE Business School (Spanien)+9
4.Yale School of Management (USA)+10
6.Kellogg (Northwestern University; USA)+5
7.Ceibs (China)-2
7.HEC Paris (Frankreich)+2
9.Fuqua (Duke University; USA)+7
10.Tuck (Dartmouth College; USA)+6
54.WHU – Otto Beisheim School of Management (Vallendar)+10
58.Mannheim Business School+13
80.ESMT Berlin+1

Selbst zusammengestellte Tabelle, nach © The Financial Times Ltd 2020

Kriterien des "Global MBA Rankings" der Financial Times

Insgesamt 143 Business Schools haben sich laut Financial Times am Ranking von 2021 beteiligt, die besten 100 Hochschulen sind in der Tabelle aufgeführt. Die Wirtschaftszeitung erstellt diese anhand von insgesamt 20 Kriterien. Das Gehalt der Absolventen drei Jahre nach dem MBA-Abschluss sowie der Gehaltszuwachs der Alumni fallen mit jeweils 20 Prozent am stärksten ins Gewicht. Insgesamt macht das Feedback der MBA-Absolventen, die hierfür einen Fragebogen beantworten, 61 Prozent des Rankings aus. Elf Kriterien des Rankings werden anhand von Daten der Business Schools kalkuliert. Diese machen in der Gewichtung insgesamt 29 Prozent aus. Die restlichen zehn Prozent kommen vom sogenannten "FT research rank". Für diesen ist entscheidend, wie viele Fachartikel von aktuellen MBA-Studierenden in 50 ausgewählten wissenschaftlichen Zeitschriften erscheinen.

Hier gelangen Sie zum kompletten Ranking der Financial Times sowie zur ausführlichen Methodik.


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