Prütting/Wegen/Weinreich, B... / 3. Verletzung eines Rechtsguts iSd § 823 I und haftungsbegründende Kausalität.
 

Rn 129

Die Haftung wegen Verletzung einer Verkehrspflicht setzt nach der hier vertretenen Ansicht (s.o. Rn 3) die Verletzung eines Rechtsguts iSd § 823 I voraus. Bei der haftungsbegründenden Kausalität kommen häufig Anscheinsbeweis (BGH VersR 94, 324, 325 [BGH 14.12.1993 - VI ZR 271/92]; NJW 08, 3775 Rz 17 mwN, krit Wesser NJW 08, 3761, 3762 ff [BGH 03.06.2008 - VI ZR 223/07]; BGH NJW 10, 1072 [BGH 19.01.2010 - VI ZR 33/09] Rz 7 ff mwN; Kobl ZfIR 15, 270, 271 [OLG Koblenz 13.02.2015 - 3 U 1261/14]; KG NJW-RR 16, 1116 [KG Berlin 19.04.2016 - 9 U 56/14]; Grenzen: BGH NJW 08, 3778 [BGH 09.09.2008 - VI ZR 279/06] Rz 18 ff) oder Beweislastumkehr in Betracht, Letztere insb bei Produkt-, Bauwerks- und Umwelthaftung (s.u. Rn 176 ff, 204, 167 f) sowie Arzthaftung (s.u. Rn 205 ff).

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