ZErb 08/2020, Vorsorgevollm... / c) Das Argument der besonderen Verantwortlichkeit

Zuletzt bleibt das Argument von der besonderen Verantwortlichkeit des Geschäftsführers. Auch dieses steht einer Vertretung durch einen Vorsorgebevollmächtigten nicht grundsätzlich entgegen. Gläubiger können auch beim Handeln eines Vorsorgebevollmächtigten aufgrund der akzessorischen Haftung aus § 128 HGB die Personengesellschafter in Anspruch nehmen.[37] Gesellschaftsrechtliche und öffentliche Handlungs- und Haftungspflichten des Geschäftsführers werden durch Bestellung eines Vorsorgebevollmächtigten nicht mit befreiender Wirkung übertragen, sondern verbleiben bei diesem ohne dass sich dieser durch Vollmachtserteilung exkulpieren kann.[38]

[37] Uphoff, Vorsorgevollmachten, S. 288.
[38] Schippers, DNotZ 2009, 353, 370.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Deutsches Anwalt Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Deutsches Anwalt Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge