Grundsätze der schenkung- u... / d) Gemälde, sonstige Kunstwerke

Für die steuerliche Wertermittlung dieser alternativen Assets gelten die unter 7. c) allgemein zu Sammelobjekten dargestellten Grundsätze entsprechend. Ergänzend hinzuweisen ist hinsichtlich der Wertermittlung für Gemälde bzw. sonstige Kunstwerke darauf, dass es m.E. nicht gerechtfertigt erscheint ohne weiteres einen Abschlag i.H.v. 50 % der Anschaffungskosten vorzunehmen, wenn es sich lediglich um einen unbekannten Künstler handelt. Des Weiteren kann die Herkunft aus einer bedeutenden Privatsammlung oder der Einschluss in eine große internationale Museumsausstellung zu einem beachtlichen Wertzuwachs führen. Insbesondere die Aufnahme in eine bedeutende Auktion stellt einen beachtlichen Aspekt für die Werteinschätzung des Kunstobjektes dar. Sofern keine konkreten Anhaltspunkte bestehen, ist die Ermittlung des steuerlichen Wertes im Wege der Schätzung gem. § 162 Abs. 1 AO vorzunehmen. Auch In diesem Zusammenhang kommt insbesondere eine Bewertung durch Kunstsachverständige oder Auktionshäuser in Betracht (vgl. Knittel in Gürsching/Stenger, BewG/ErbStG, § 9 BewG Rz. 68).

Hinsichtlich der grundsätzlich zulässigen Heranziehung nach dem Stichtag erzielter Kaufpreise zur Wertermittlung ist stets genau zu prüfen, ob zum Bewertungsstichtag insbesondere die gleichen Bedingungen in einem häufig durch Volatilität gekennzeichneten Kunstmarkt bestanden haben. Hier stellen sich praktische Schwierigkeiten. Dazu gehören insbesondere:

  • die Vergleichbarkeit von Kunstgegenständen eines oder mehrerer Künstler,
  • der Einfluss der aktuellen Kunstmode,
  • Bekanntheitsgrad des Künstlers,
  • Zahl der Ausstellungen und Verkäufe des Künstlers.

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